Arbeitnehmer-Studie: Wo Deutschlands schlaueste Köpfe arbeiten

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Die attraktivsten Berufe und Unternehmen – hier arbeiten Deutschlands Talente

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Leistungsstarke Fachkräfte werden von der Biotech-Branche angezogen. Welche Unternehmen haben es in die Spitzengruppe geschafft?

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Eine Studie hat die Profile von 1,5 Millionen Arbeitnehmern untersucht und herausgefunden, wo Deutschlands klügste Köpfe arbeiten. Die Ergebnisse sind nach Branche und Unternehmen aufgeschlüsselt. Eine deutsche Vorzeigebranche schafft es nur ins Mittelfeld.

ichIn Zeiten des Fachkräftemangels konkurrieren immer mehr Unternehmen um die besten Bewerber auf dem Arbeitsmarkt. Eine neue Studie von „Candidate Choice“ (CASE) analysiert nun die Branchen, die sich erfolgreich im Wettbewerb um leistungsstarke Talente positioniert haben.

Dafür hat das Bonner CV-Analyse-Tech-Unternehmen die Profile von mehr als 1,5 Millionen öffentlich Bediensteten untersucht und eine Liste erstellt, die zeigt, wo smarte Hochschulabsolventen arbeiten.

Die Sektoren Biotech und Healthcare gehören zu den besten Performern. Im oberen Bereich sind Unternehmen wie Novartis, Walker Chemie und Biotech vertreten. Merck und Bayer liegen im Mittelfeld, der Fresenius-Konzern am Ende der Rangliste.

An zweiter Stelle steht die Beratungsbranche mit bekannten Namen wie Boston Consulting Group oder McKinsey. Die IT-Branche belegt mit Unternehmen wie HP und Nokia den dritten Platz. Firmen wie Google, SAP und Oracle bilden das Mittelfeld. Es folgt der Maschinenbau mit OHB und Osram an der Spitze, vor Airbus, Carl Zeiss Group und Siemens.

Eine deutsche Schlüsselindustrie, der Automobilbau, liegt nur auf dem sechsten Platz. BMW ist hier unter den Top 10, dazwischen liegen Marken wie Audi und Daimler. Opel ist auf einem der letzten Plätze.

Am Ende des Branchenvergleichs stehen Einzelhandel, Tourismus und schließlich Medien und Marketing mit den leistungsstärksten Arbeitskräften.

Quelle: Infografik Welt

Um das Leistungsniveau der Beschäftigten valide vergleichen zu können, wurden neben Art und Höhe des Bildungsabschlusses weitere Kriterien in die Studie einbezogen. So wird beispielsweise erfasst, wie streng die Noten in einzelnen Fächern und an bestimmten Hochschulen sind. „Eine Note sagt sehr wenig über die tatsächliche Qualität eines Bildungsabschlusses aus“, sagt Philip Seegers, Gründer und CEO von CASE.

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Darüber hinaus umfasste die Studie kognitive Leistungs- und Persönlichkeitstests von 385.000 befragten Studenten. Insgesamt wurden 659 ausgewählte Unternehmen bewertet.

Guido Freibel, Professor für Management und Mikroökonomie an der Universität Frankfurt, begrüßte die Analyse der CASE-Studie grundsätzlich. “Zu lange haben sich viele Menschen gefragt, wie sinnvoll Noten und Abschlüsse an und für sich sind.” Wichtig ist ein System, das einen einfachen Vergleich der Noten verschiedener Fachbereiche und Hochschulen ermöglicht.

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In den USA sind solche algorithmenbasierten Datenabgleiche sehr ausgefeilt. Für deutsche Arbeitnehmer und Unternehmen liefern solche Studien sehr nützliche Informationen, um sich besser auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren.

Für CASE-Chef Philip Seegers sind die Ergebnisse nicht nur für Recruiter aussagekräftig: Für Mitarbeiter stellt sich die Frage: „Will ich mich mit den Besten messen, oder bevorzuge ich ein weniger leistungsorientiertes Umfeld?“ Wenn Sie das nicht motiviert oder Sie nicht an Wettbewerben teilnehmen möchten, stehen die Chancen gut, dass Sie sich in anderen Bereichen auszeichnen.

Mit weniger Wettbewerb werden auch schnellere Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten realisiert. Da das Gehalt in MINT-Fächern wie Biotech, Informatik und Ingenieurwesen sehr gut ist, ist auch hier der Wettbewerb um Bewerber und die Nachfrage nach Qualifikationen hoch.

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Weniger kompetent sind beispielsweise Mitarbeiter in leistungsschwachen Berufsfeldern wie Medien und Marketing. Auch der Abschluss spielt keine große Rolle. Seegers sagt: „Fähigkeiten wie Kreativität und Sprachkenntnisse spielen eine große Rolle.“

Andererseits hat nicht jedes Unternehmen die Absicht, die am besten qualifizierten Arbeitskräfte einzustellen. Und Unternehmen, die es besser machen wollen, sollten nach Ansicht der Seegers am eigenen Recruiting-Prozess an der Schraube drehen und attraktivere Angebote machen.

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